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Fast jede zweite Schleswig-Holsteinerin nutzt Mammographie-Screening

Kiel – Immer mehr Frauen in Schleswig-Holstein nutzen das Mammographie-Screening. Seit Einführung des Programms vor vier Jahren nahmen über 285.000 Frauen zwischen 50 und 69 an der Reihenuntersuchung teil. „Damit hat fast jede zweite Frau in der Altersgruppe die guten Chancen zur Früherkennung von Brustkrebs genutzt“, erklärt Dieter Paffrath, Vorstand der AOK Nordwest und Vorsitzender des landesweiten Netzwerks "Betrifft Brust".

Landesweit liegt die Teilnahmequote am Mammographie-Screening derzeit bei 46 Prozent. Laut Kassenärztlicher Vereinigung Schleswig-Holstein (KV S-H) wurden bislang rund 2.155 Brustkrebsfälle (Ende 3. Quartal 2010) entdeckt – ein Großteil davon frühzeitig, sodass die Frauen sehr gute Chancen auf eine Heilung haben.

Für KV-Vorstandsvorsitzende Ingeborg Kreuz leistet das Mammographie-Screening einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit und Lebensqualität der Frauen: „Durch eine qualitätsgesicherte Diagnose können wir den Brustkrebs besser bekämpfen und psychische Belastungen reduzieren.“ Dies trage auch zu einer höheren Akzeptanz bei.

Dass die Frauen dem Programm vertrauen, zeige sich auch an der hohen Teilnahmequote bei der Abklärung. Rund 93 Prozent der Frauen, die bereits am Erst-Screening teilgenommen haben, entscheiden sich auch für das Folge-Screening nach zwei Jahren.

Jährlich erkranken in Schleswig-Holstein etwa 3.000 Frauen an Brustkrebs, rund 650 sterben pro Jahr daran. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt, 17.06.2011, © hil/aerzteblatt.de)